|
Bild:


GLADBACH LÄSST SICH VON WOLFSBURG ABSCHLACHTEN - EIN TRÜMMERHAUFEN VERABSCHIEDET SICH AUS DER BUNDESLIGA !
[maba] Borussia Mönchengladbach ist eine Woche nach dem vermeintlichen Tiefpunkt gegen Leverkusen noch eine Stufe weiter gefallen. Beim VfL Wolfsburg gab es eine nie erwartete 7 - 1 Klatsche, obwohl Borussia bereits in der dritten Minute durch Toni Polster mit 1 - 0 in Führung gegangen war.
|
 |
Danach bot Gladbach eine vollkommen desolate Leistung und verlor auch in dieser Höhe vollkommen verdient. Das nunmehr Konsequenzen folgen müssen, ist klar. Denn so geht es auf gar keinen Fall weiter.
Das bei Wolfsburg ausgerechnet Juskowiak (Foto) zwei Tore erzielte, paßte ins Bild. Der Pole gab hinterher in sehr verständlichem Deutsch (in Gladbach konnte er es angeblich nie) bekannt, daß er sich besonders freue, gegen seine alte Mannschaft getroffen zu haben. |
|
Es gibt Tage, da kann einem wirklich übel werden ...  |
|
Der Spielbericht des sid:
Schlußlicht Gladbach erneut desolat
VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 7:1 (4:1)
Wolfsburg (sid) Der Bundesliga-Traditionsklub Borussia Mönchengladbach hat in Wolfsburg ein weiteres dunkles Kapitel seiner Vereinsgeschichte geschrieben. Eine Woche nach dem 2:8-Heimdebakel gegen Bayer Leverkusen mußten die Rheinländer auch beim VfL Wolfsburg eine bittere 1:7 (1:4)-Schlappe hinnehmen. Die Position von Trainer Friedel Rausch ist nach der erneuten Blamage gefährdeter denn je.
|
 |
Vor 15.375 Zuschauern ergaben sich die Gäste nach einer kurzzeitigen Führung durch den siebten Saisontreffer des Österreichers Toni Polster in der dritten Minute fast willenlos in ihr Schicksal. Speziell in der ersten Halbzeit war gegen die konfuse Gladbacher Abwehr fast jeder Schuß ein Treffer. Der Pole Andrzej Juskowiak war in der 14. und 45. Minute zweimal erfolgreich, darüber hinaus trafen Charles Akonnor (6.) und Roy Präger (41.). |
|
Nach dem Seitenwechsel waren Präger und Akonnor (69./72.) erneut erfolgreich, zwischenzeitlich hatte der Schotte Brian O’Neil in der 52. Minute den fünften Wolfsburger Treffer erzielt. |
|
Die sechste Niederlage in Folge war ein Spiegelbild der deutlichen Gladbacher Unterlegenheit. Anders als am 9. Mai dieses Jahres, als sich der ehemalige Uefa-Pokalsieger an gleicher Stelle mit einem 2:0-Sieg den Klassenerhalt gesichert hatte, fehlte trotz der äußerst prekären Tabellensituation die Einstellung zum Spiel und zum Gegner völlig.
Das 3 - 1 durch Präger - Paßlack hielt den verfrühten Winterschlaf
|
Die Hintermannschaft war ein Torso, der junge Torhüter Robert Enke nur zu bedauern. Die Unzulänglichkeiten im Gladbacher Spiel setzten sich im Mittelfeld fort, wo Kapitän Karlheinz Pflipsen mehr durch sein Gestikulieren als durch Fußballspielen auffiel. Auch der Angriff war ein Totalausfall, die Hintermannschaft der Wolfsburger wurde nur höchst selten ernsthaft gefordert. |
 |
|
Dem Team von Coach Wolfgang Wolf wurde es sehr leicht gemacht, den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortzusetzen. Das 7:1 bedeutete nicht nur den höchsten Bundesligasieg aller Zeiten für die Niedersachsen, es war auch der dritte Erfolg hintereinander. Nur Enke sowie mit Abstrichen der zumindest bemühte Mittelfeldspieler Peter Wynhoff erreichten bei den Gladbachern Normalform. Überragende Wolfsburger waren die zweifachen Torschützen Akonnor und Juskowiak.
|
|
Die Statistik:
Wolfsburg: Reitmaier - Ballwanz - O'Neil (66. Kryger), Thomsen - Greiner, Nowak, Dammeier, Akonnor (72. Reyna), Kapetanovic - Präger (70. Baumgart), Juskowiak
Mönchengladbach: Enke - Klinkert - Witeczek (65. Hagner), Asanin - Paßlack (46. Ketelaer), Sopic, Pflipsen, Wynhoff, Schneider - Polster, Pettersson (80. Chiquinho)
Schiedsrichter: Dardenne (Nettersheim)
Tore: 1:0 Polster (3.), 1:1 Akonnor (6.), 2:1 Juskowiak (14.), 3:1 Präger (41.), 4:1 Juskowiak (45.), 5:1 O'Neil (52.), 6:1 Präger (69.), 7:1 Akonnor (72.)
Zuschauer: 15.375
Beste Spieler: Akonnor, Juskowiak - Enke, Wynhoff
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: O'Neil (4), Präger (3) - Paßlack (2), Ketelaer (2), Pflipsen
-----------------------------------------------------------------------------
Friedel Rausch (Trainer Borussia Mönchengladbach)
"Nach diesem Spiel fehlen mir fast die Worte. Ich bin natürlich maßlos enttäuscht, 15 Gegentore in zwei Spielen habe ich noch nie erlebt. Leid tut mir unser Torhüter Robert Enke, der an allen sieben Treffern schuldlos war."
Auf Wiedersehen:
  |